Ratnitzer Skisprung-Geschichte

 

Der Planer und Baumeister der Grenzlandschanze war ein Ratnitzer. Karl Martitsch konnte mit Hilfe des österreichischen Arbeitsdienstes dem neugegründeten WSV Faaker See eine eigene Sportstätte bauen.

Die Schanze entstand gegenüber dem Anwesen Sinko vulgo Smonk. Martitsch war als Aktiver Sieger in Ratnitz und gewann viele Kärntner Springen. 1948 war er Teilnehmer der Winterolympiade in Sankt Moritz. Grosse Karriere machte er in Übersee als Vizedirektor einer Baufirma in Toronto/Kanada. Er war FIS Delegierter, plante und errichtete die Olympiaschanze von Lake Placid.

Die Grenzlandschanze war schwer zu springen, nur die Besten erreichten Weiten um 40 Meter. Der Schanzenbock war über 2 Meter hoch, dadurch hatten die Springer einen hohen Luftstand, was oftmals zu schweren Stürzen führte.

 

 

Über Sieger, Lokalmatadore und Sportler aus Latschach und Umgebung, die sich über die Grenzlandschanze gewagt haben.

Beginnen wollen wir mit dem Oberaichwalder Alois Moser, der 1952 in Ratnitz siegte. Er war mehrfacher Kärntner Meister und Teilnehmer an den Olympischen Spielen von Squaw Valley. (Bild in Action)

 

 

Engele Mair (links am Bild) siegte unter anderem 1959 mit Weiten von 41 und 42 Metern.

 

Professor Baldur Preiml (rechts am Bild) siegte in Ratnitz und hält seit 1968 den Schanzenrekord mit 42,5 Metern. Er gilt als Vater des österreichischen Skisprungwunders. Als Trainer der Skisprungnationalmannschaft führte er Sportler wie Karl Schnabl, Toni Innauer, Hubert Neuper und Armin Kogler an die Weltspitze. Als Aktiver gewann er bei den Olympischen Spielen in Grenoble, 1968 die Bronzemedaille, auf der Normalschanze.

 

Letzter Gewinner in Ratnitz war 1968 Jozef Pryszbyla, der mit der polnischen Nationalmannschaft am Start war. 

Nicht weit zur Schanze hatten es unsere Lokalmatadore Karl Walluschnig und Pepi Preinz. 

 

Starke Springer kamen auch aus St.Stefan: Siegi Müller, Ferdl Frank  und Manfred Müller.

 

 

Nicht nur in Ratnitz sondern weit über Kärnten hinaus waren die Latschacher Brüder Hubert und Pepi Pirker bekannt. 

 

 

Ab 1991 wurde das Springen in Ratnitz wieder fortgesetzt.

 


Kontakt

Dorfgemeinschaft Latschach/Faaker See

 

Günther Sticker, Obmann

Kronigweg 7, 9582 Unteraichwald

Tel: 0664/88532645

E-Mail: guenther.sticker@kabeg.at